Agony of Flies, page 6
Jedes Wort hat seine Opfer, auf die es mit Gewalt wirkt; manchmal glaube ich, daß ich aller Worte Opfer bin. Ich kann nur denen entkommen, die ich niederschreibe; diese beruhigen mich; diese scheinen mir erlaubt; von ihnen bin ich überzeugt, daß sie mich einmal, wenn ich tot bin, nicht mehr erregen werden, obwohl sie auch dann noch, dann erst recht, da sind.
Schmeichel-Diebe: sie sagen einem die herrlichsten Dinge über alles, was sie unterdessen in den Taschen finden.
Wheen, den ich sehr mag, Bibliothekar am Victoria and Albert Museum, erzählte mir heute von der ersten Demütigung, deren er sich aus seiner Kindheit erinnert. Er wuchs in Australien auf, in Sidney, wo er nie mit Eingeborenen zusammenkam. Eines Tages, er mochte damals acht Jahre zählen, machte die ganze Klasse mit dem Lehrer einen Ausflug nach Botany Bay, wo es ein Reservat von Eingeborenen gab. Sie führten da ein sehr elendes Leben im größten Schmutz und tranken sich zu Tod. Der Lehrer führte sie zu einem alten Manne, der da als eine Art Häuptling eingesetzt war. Er lag im Eingang einer Höhle und drehte sich, als er der Kinder ansichtig wurde, weg. Der Lehrer gab sich Mühe, ihn zu überreden, er solle doch zu ihnen sprechen, sie seien gekommen, ihn zu sehen. Der Alte warf einen Blick auf den kleinen Wheen und zeigte einen solchen Widerwillen vor ihm, wie der es noch nie erlebt hatte. Dann drehte der Alte sich wieder weg und war durch nichts mehr zu bewegen, seine Lage zu verändern. Der Ekel, den er gezeigt hatte, war etwas, das Wheen nie mehr vergaß. Sein ganzes späteres Leben kam er sich unerwünscht und verabscheut vor.
Als er später, ein junger Mann, nach Europa fuhr, stieg er in Suez von Bord und ging mit einem jungen Mädchen ins Eingeborenen-Viertel. Ein Eingeborener mit sehr schönem, stolzen Gesicht kam ihnen entgegen und spuckte Wheen ohne jede Veranlassung ins Gesicht. Wir sprachen von anderen Dingen, und erst später fragte ich ihn, was er darauf getan hatte. Er habe nicht zurückgeschlagen und sich sehr elend danach gefühlt, ganz besonders aber das junge Mädchen, das von ihm diese normale Reaktion erwartet habe. Er erklärte sein Verhalten durch Feigheit, und in einer ausführlichen Diskussion, die wir darüber hatten, war er von diesem Wort nicht abzubringen. Als wir uns eine Stunde später trennten, fragte er mich plötzlich, ob ich mich nie dafür geschämt hätte, ein Weißer zu sein.
Sie lächelt seine Worte an wie Ballons und weiß nicht, wie leicht und wie freudig sie platzen.
Was kann man? Was kann man nicht? Er kann alle verhungern lassen, aber er kann niemand töten.
Der Fremdmacher geht zwischen den Leuten umher und schiebt sie auseinander.
Es belustigt mich, wenn Unbekannte neben mir, die mich überhaupt nicht kennen, über mich spotten. Es macht mich übermütig, sie zu hören und zu verstehen, was sie in einer Sprache, die sie für unverständlich halten, gegen mich sagen. Ich habe dann das Gefühl, daß ich in einer falschen Haut dasitze, und über diese sprechen und urteilen sie. Darunter aber bin ich selbst, und wie vieles Richtige könnte ich ihnen über sie selber sagen.
In der Kindheit so gut genährt werden, daß man nie wieder zu essen braucht.
Es quält ihn der Gedanke, daß vielleicht jeder zu spät gestorben ist und unser Tod nur durch seine Verschiebung ganz Tod ist; daß jeder die Möglichkeit hätte weiterzuleben, wenn er rechtzeitig stürbe, aber keiner weiß wann.
Alle Liebhaber des Todes enden damit, daß sie ihn wegleugnen.
Das Mädchen, das sich nur unter einem Kometen entkleidet.
Sie setzt sich jedem ersten besten Stuhl auf den Schoß.
Die Zeit hat ihren mütterlichen Stolz, sie will erfüllt und nicht zerschnitten werden.
Gottes Herzschlag in uns: die Angst.
Das Interesse für Preise, als würde man sich an ihnen festhalten. Die besten Freunde hier halten sich Preise zum Abschied entgegen wie Hände: soviel für dich, soviel für mich, je genauer, umso bessere Freunde sind sie.
Er kann jedem helfen, wenn er nichts dafür bekommt.
Sie durchwandert die ganze Erde nach seiner verlorenen Eifersucht.
Das Echo seiner Kindheit ist verstimmt.
Dieser Tanz der Kraniche – wie erfrechen sich Menschen noch, einen Schritt zu tun!
Sein Menschenhaß kam nur seiner Menschenliebe gleich.
Du verbindest so rasch, daß du zu wenig vergleichst. Sind es nur die Sammler, die vergleichen?
Die einzigen Menschen, die ich langweilig finde, sind Verwandte.
Sein Traum: daß die Namen allein leben und alles Lebende ist nur ein Traum der Namen.
Noch immer hast du es nicht gelernt, den Augenblick in seiner Kraft zu fassen: du meinst, er wird weiterleuchten, du erkennst ihn nicht als Augenblick; du glaubst, ein neues Wort kann nicht erlöschen. Sie erlöschen aber alle, es ist nur da, was du wirklich im Augenblick niederschreibst. Diese eine Beschränkung wirst du anerkennen müssen oder du versäumst dein eigentliches Leben, das der Gedanken.
Wieviele Hände fahren gleichzeitig überallhin aus! Deine Ehrfurcht gilt einer einzigen Hand.
Sie hat seine Unsterblichkeit aufgegessen.
Ich habe das Erkennen satt, die Beziehungen zu allem Früheren, die Verbindungen, Fortsetzungen, Verkleidungen, Enthüllungen, ich möchte etwas erleben, das mit nichts zusammenhängt, was in mir früher da war, und das sich nicht fortsetzt und nicht zum Bleiben verurteilt ist; etwas mit raschen, abrupten Bewegungen, die nie berechenbar sind, ich möchte mit einem Wort ein Wunder.
Die Einsamkeit der Schmerzen: wie sonderbar, daß die Menschen einander nicht mehr dafür grollen!
Die emphatischen Worte ausmerzen. Der Gedanke selbst sei stark und nicht der Affekt, mit dem du ihn ausdrückst.
Diese erwartungsvolle Ermüdung durch viele neue Gesichter, sei es, daß sie um einen herum sitzen, sei es, daß sie einem entgegenkommen, und das nie zu stillende Bedürfnis nach eben dieser Ermüdung! Nichts macht den modernen Menschen so sehr aus, wie diese besondere Art von Fluidität und Dichte, in die man täglich mehrmals taucht, um sich täglich mehrmals wieder von ihr zu lösen.
An der Vorstellung des Jüngsten Gerichts ist für mich hinreißend die Auferstehung aller Leiber, ihr Wiederzusammenfinden.
Länder, die zum Hineinwerfen da sind, wie Amerika, und solche zum Hinauswerfen: England.
Diese Familien! Eine wie die andere, und jede so stolz auf sich!
Der Glücklichste: er kennt alle und niemand kennt ihn.
Es ist herrlich, ein Narr zu sein, wenn man klug ist.
Sein Leben ist eine Suche nach allen Unverkäuflichkeiten.
Laß jeden reden; du rede nicht: deine Worte nehmen den Menschen ihre Gestalt. Deine Begeisterung verwischt ihre Grenzen; sie kennen sich selber nicht mehr, wenn du sprichst; sie sind du.
Er fühlt sich so einsam, daß er darum bettelt, Ratschläge erteilen zu dürfen.
Immer wenn er nichts zu sagen hat, erwähnt er Gott.
Es war alles zu früh belebt, so hat sich der Mensch auf der Erde eingetötet, bevor er noch etwas wußte.
Manche Worte sind so vielsinnig, daß es um ihrer Kenntnis willen allein verlohnt, gelebt zu haben.
Er hat niemand, den er um Gnade bitten könnte. Der stolze Glaubenslose!
Er kann vor niemand niederknien: sein Kreuz.
Stolz bezahlt sich am höchsten, heiter der Wurm, der keinen hat.
Du hast dich so sehr ausgebreitet, du kannst die Herde deiner Gedanken nicht übersehen und du willst sie noch immer nicht zähmen.
Ein Lächeln, das den Tod aufhält.
Ahnungslose Vermehrer.
Hätte er nur mehr gelesen, dann wüßte er wirklich nichts. Aber dieses bißchen Wissen, das aus seinen Lücken Zutrauen bezieht, ist trügerisch und gefährlich.
Du bist so schön, sagt er manchmal, und niemand ist da, dem er es sagt.
Ich bin in ein Labyrinth der merkwürdigsten Gedanken geraten, vielleicht weil ich mich nicht davor gescheut habe, mich dieser Zeit zu stellen, vielleicht aus Prahlerei, einer Art jugendlicher Überzeugung, daß selbst sie geistig zu bewältigen wäre, aber was immer der Grund – jetzt ist das Labyrinth da, und ich bin mitten darin und ich muß anderen wie mir selbst einen Weg hinaus zeigen.
Vergiß nicht, daß du für manche so dumm bist, wie der Dümmste für dich.
Ein Park in London: viele und unbekannte Menschen, nicht zu nah, nicht zu fern, alle im milden Licht des Spätsommers, solche die liegen, solche die stehen, Sitzende, Gehende, alle am Leben unter einem warmen Himmel, niemand schreit, niemand streitet, jeder kommt und geht frei, allein, mit andern, mit wem er will, und solange er bleibt, ist niemand durch ihn beengt oder traurig. Es ist, als könnten die Menschen ins Paradies, ohne darin bleiben zu müssen und als würden sie für keine Sünde je daraus verstoßen.
Es scheint mir, daß ohne eine neue Einstellung zum Tode über das Leben nichts wirklich zu sagen ist.
Das Dasein will überall sein, sonst ist es kein Dasein.
Ich anerkenne keinen einzigen Tod. Daß auch Mücken und Flöhe sterben, macht mir den Tod nicht begreiflicher als die furchtbare Geschichte von der Erbsünde.
Es macht keinen Unterschied, ob etwas von uns noch irgendwo weiter besteht oder nicht. Wir leben hier nicht genug. Wir haben keine Zeit, uns hier zu bewähren. Und da wir den Tod anerkennen, verwenden wir ihn.
Wie sollte es keine Mörder geben, solange es dem Menschen gemäß ist zu sterben, solange er sich nicht dafür schämt, solange er den Tod in seine Institutionen eingebaut hat, als wäre er ihr sicheres, bestes und sinnvollstes Fundament? –
Die anscheinende Zweckmäßigkeit der Organismen hat uns am meisten irregeführt.
Die massa damnata des Augustin ist das römische Erbteil der Schlacht.
Wer den Eigen-Jammer zu sehr verachtet, fühlt auch den fremden nicht mehr.
Stoiker
Die wahren Dinge, die ich von mir erzähle, kommen mir am ehesten wie Lügen vor.
Andere Herzen einsetzen, statt von Hyänen die von Pferden.
Es wäre besser, wenn alle Götter bloß ausgewandert wären und man sie auf einem anderen Sterne wiederfände.
Ich hasse die Geschichte; ich lese nichts lieber; ich schulde ihr alles.
Eine Peterskirche voller Päpste.
N. will jede Berührung rückgängig machen, sobald er erfährt, daß jemand tot ist. Er fürchtet eine nachträgliche Ansteckung durch den Tod. Er glaubt, am Leben bleiben zu können, wenn er die Toten wirksam, auch in sich wirksam verleugnet. Um den Tod zu vermeiden, bringt er seine Toten ganz um.
Händler aus Versöhnlichkeit. Händler aus Zanksucht.
Grade der Verzweiflung: sich an nichts erinnern, an manches, an alles.
Bei verschiedenem Lichte denken. Die unleserlichen Philosophen unterwerfen sich keiner Änderung ihres Lichts.
Der Turm von Babel aus Knochen, und alle Sprachen verlernt.
Jedes Gespräch regt ihn furchtbar auf, nach einem Jahr.
Der Glückliche, dessen Bedenken sich betrinken.
Sie empfängt und verabschiedet ihn mit Tränen; sie gibt ihm Tränen zu essen. Sie zieht ihm Tränen an. Sie liest ihm Tränen vor.
Die Gebete, mit denen sie sich Gott entziehen.
Bei diesem Volk wird das Geld vom König rein geleckt.
Zwangsweise Namensänderung alle fünf Jahre. Das Schicksal der Berühmten. Ihre Schwindeleien.
Die diabolische Freude der Toten, weil wir nichts über sie wissen.
Die ›Elektra‹ des Sophokles enthält den Tod in jeder Form.
Sie steht im Schatten eines Mordes und führt zu zwei weiteren. Es sind Morde in konzentriertester Form, der erste an einem Gatten, Agamemnon, an einer Mutter, Klytämnestra, der zweite. Nur der dritte, letzte ist der Mord an einem Liebhaber, der kein naher Blutsverwandter ist. Elektra ist immer vom Gedanken an den Tod ihres Vaters erfüllt. Ihr Bruder, Orestes, den sie zum Rächer bestellt hat, lebt in einer anderen Stadt; er ist immer in Verbindung mit ihr. Jetzt, da er endlich anlangt, läßt er die Nachricht von seinem eigenen Tod verbreiten. Man erlebt die Wirkung dieser Nachricht auf Klytämnestra und Elektra zugleich. Der Bote schildert in sehr beredter Weise des Orestes Sturz bei einem Wagenrennen. Für die Mutter, die ihn als Rächer fürchtet, ist es der am meisten gewünschte Tod, für die Schwester, die ihre ganze Hoffnung auf Orest gesetzt hat, ist es der Tod, den sie am meisten fürchtet. Er selbst erscheint, nachdem die Mutter Elektra verlassen hat, als Überbringer seiner eigenen Asche. So erlebt er den Schmerz der Schwester um seinen Tod, etwas was Sterblichen selten vergönnt ist; denn eben bei einer solchen Nachricht sind sie nie zugegen. Elektras Schmerz ist so groß, daß Orestes sich offenbart: für sie kehrt er zum Leben zurück. Ihre Wiederbegegnung ist um die falsche Nachricht intensiver.
In einer Szene zuvor hat Elektra das Amt des Rächers auf sich genommen, da sie ihren Bruder tot glaubt. Ihre Schwester, die sie zur Hilfe bereden wollte, hat dieses Amt abgelehnt. Sobald Orestes lebt, ist er wieder der Rächer. Als Bote und Träger seiner eigenen Asche geht er in den Palast hinein zu seiner Mutter und erschlägt sie. Elektra, draußen, schlägt mit, durch ihren furchtbaren Satz.
Der Schluß, die Ermordung des Aigisthos, wird zu einer neuen Verwandlung des Todes verwendet. Eine Bahre mit einer verhüllten Leiche wird ihm vorgeführt: er glaubt, der tote Orest ist darunter; er hebt das Tuch und sieht Klytämnestra blutig vor sich.
So sind in diesem Stück alle Elemente des Sterbens und des Todes enthalten. Das Andenken an die tote Tochter, das Klytämnestra beseelt – sie hat Iphigenie an Agamemnon gerächt –; das Andenken an den toten Vater: als Rachewille bei Elektra und Orest, als Ergebung in den Tod bei ihrer Schwester Chrysothemis; die Angst vor dem Tod, bei den Schuldigen, bei Klytämnestra und anders bei Aigisthos, der die Augenblicke, bevor er gefällt wird, bewußt erlebt. Die Unerschrockenheit vor dem Tod bei Elektra und ihre faszinierende Wirkung auf andere. Der Mörder, der sich als Toter verstellt und mit seiner eigenen Asche ankommt. Die Bahre, die Urne mit Asche, das Totenopfer. Die Todesnachricht und ihre sehr verschieden geartete Wirkung. Das Umschlagen von einem gewünschten Tod in den eigenen (bei Klytämnestra), dasselbe Umschlagen, langsamer, von einem gewünschten Tod in einen gefürchteten und schließlich in den eigenen (bei Aigisthos: Orest – Klytämnestra – er selbst). Alle diese Formen, Elemente, Verwandlungen des Todes werden vom Chor miterlebt. Seine Funktion ist die eines Massenkristalls, der die Vorgänge für die größere Zuhörerschaft polarisiert. Orestes erscheint mit einem Freund, der nie spricht und als sein Doppelgänger oder Schatten wirkt. Der Bote, ein sehr alter Mann, ist etwas wie ein tückischer Todesengel, durch die Nachricht von einem falschen Tod bereitet er einen wahren vor.
(1951)
Sie kann nur lieben, wenn man sie für eine andere hält.
Freude an Preissteigerungen: Er wandert durch die Straßen der Stadt, sieht in jedes Schaufenster und ist glücklich, weil alles teurer geworden ist. Gegenstände, die ihm früher gleichgültig waren, reizen ihn jetzt zum Kauf. Er ist besorgt, daß alles plötzlich billiger werden könnte, bevor er genug teuer eingekauft hat. Er lächelt den Verkäufern zu, die sich schämen möchten und alle entweder schuldig oder unverschämt dreinblicken. Er muntert sie auf: nur höher! höher! Könnte ich nicht dasselbe teurer haben? Aber sie mißverstehen ihn und meinen, er will eine bessere Qualität. Er möchte gegenwärtig sein, wenn Preise in die Höhe gehen; immer geschieht es hinter seinem Rücken, nachts, wenn die Läden geschlossen sind.
IV
The skies that weigh so heavily upon her must be torn from her shoulders. But how she will sigh with relief if someone actually succeeds in so doing!
A country in which the people go around stark naked and only cover their ears. In that land all shame resides in the ears.
In a dream he bears quintuplets, all of them legible.
For as long as I can remember I have never called anyone “Lord!”—though it is very easy to say “Lord!” and very tempting. I have approached hundreds of gods and looked each of them straight in the eye, full of hatred, all on account of men’s mortality.
People must decide between love and justice. I cannot, because I want both.
The female thief who can never escape the thought that she has stolen her face.
How am I to tolerate those fellow paranoiacs, who function in exactly the same way as I do, whose tiniest impulses I understand in advance, who allow me to anticipate what may still happen, who mirror my own self in every detail and with terrifying accuracy—and though the form fits perfectly, the content is totally different!
He passes from fog to fog, finding greater and greater clarity, until he completely dissolves in the fog of greatest clarity, and disappears.
These vehicles in the fog, large and small, from people to trucks, all glide by him without bumping into each other. They do not touch but do exchange caresses, there are no quarrels, there’s room for everything. The caution, the gentle carefulness with which each encounters the other—and when a collision nevertheless occurs it is perceived as a revelation. The fog in this city is the very picture of paradisiac peace, the only peace possible here, and it fills the observer with a feeling of infinite bliss.
The misanthrope: he fasts for eight days and then eats all alone.
A confusing notion: what if immortality were first accomplished by a pet, for instance by a dog: the immortal dog.
It isn’t being alone that I need to learn, for that comes easy to me. I like being alone; what I need to learn is how to keep silent among people. These abrupt outbursts of fast and furious talk are worthless and confusing. It doesn’t really matter to whom my words are addressed or whether or not they are understood; the words in themselves, my own words, have a horrifying and devastating effect on me. They are too strong; I need to muffle them by writing them down. What I say to others is so violent that whoever hears it has to get out of the way, so as to protect himself somehow from my eruptions. But I myself cannot evade my words; I am at their mercy; I take them in whole; I understand them fully and they shake me the way a storm shakes up the sea.
Each word has its own victims upon which it acts violently; sometimes I believe that I am the victim of all words. I can only escape from those I write down; those pacify me; they seem permissible to me; and I am convinced that once I am dead, they will no longer disturb me, even though they will be there still—in fact, that is when they truly will begin to exist.

